Auf einer Bank bei den nahen Pferdekoppeln

21,90 

[:de]Gedichte von Leander Sukov aus den Jahren bis (einschließlich) 2015.

Gebundene Ausgabe, Schutzumschlag, 144 Seiten.
13,5 x 21,5 cm, ca. 260 Gramm.
[:en]Gedichte von Leander Sukov aus den Jahren bis (einschließlich) 2015.

Gebundene Ausgabe, Schutzumschlag, 144 Seiten.
13,5 x 21,5 cm, ca. 260 Gramm.
Das Buch erscheint zum 1. Mai 2016
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Art.-Nr.: 978-3946497004 Kategorien: , Schlüsselworte: , ,

Beschreibung

Gedichte von Leander Sukov bis einschließlich 2015.

Sukov schreibt sowohl Prosa als auch Lyrik. Seine Lyrik bewegt sich im Spannungsverhältnis von Neo-Realismus und Neo-Romantik. Seine Werke sind häufig idealistisch und stützen sich auf ein humanistisches Weltbild. Mystische Bilder in den Geschichten und Gedichten ergeben sich bei Sukov aus dem Bindeverhältnis des Gegenwärtigen zur Vergangenheit, also aus dem ständigen Fluß des umfassenden Geschehens. Sukov sieht im Jetzt das jeweils kurzlebige Ergebnis eines kybernetischen Prozesses aus der Vergangenheit, der so vielschichtig ist, dass der Prozess selbst keine vollständige Erklärung seines Seinszustandes mehr zulässt, sondern nur noch doch abstrakte Erzählungen (im hegelschen Sinne) teilverknüpft werden kann. Dabei werden Tendenzen aufgezeigt. Diese Entwicklungszüge befinden sich in einem ständigen Prozess.
Das Leid des Menschen als konkretes Wesen, lösgelöst von der abstrakten Rationalität der Welt und eingeschlossen in ein eigenes Sein ist der durchgängige rote Faden des Werkes.
Dabei glaubt Sukov nicht an Vorbestimmtheit und Schicksal, sondern an die Gestaltungskraft des Individuums, die jedoch selten nur stark genug ist, den kybernetischen Prozess der Zeitabläufe, also das angestaute Sein, zu verändern.
(Dr. Maurice Schuhmann über Leander Sukov)

Über Sukovs Roman “Warten auf Ahab” schrieb der FREITAG: “Das Faszinierende an Sukovs Werk, das nur nach Tagesdatum gegliedert ist und sich keinem Plot unterwirft, ist die libertierende Umkehrung der famosen Urbanitäts-Metapher in die Darstellung eines freigewählten Gefängnisses sich für trendig und fortschrittlich haltender Kleingeister. Mit jeder Zeile keimt der Verdacht, dass Marie es in der Provinz, der sie entfloh, doch besser gehabt hätte. […]
Die schöne, subjektivistische Sprache, die Sukov in der Tradition Peter Handkes benutzt, wäre noch steigerungsfähig, erinnert in ihrem bedenkenlosen Materialismus aber ans detailliert Monologische von Antonio Lobo Antunes oder Nanni Ballestrini (“I Furiosi”): ein temperiertes Meer der Silben, in dem der Wind des Temperaments die Wörter vor sich her treibt. Stilistisch wie gedanklich ist Sukov eine Lektüre für Menschen, die Berlin hassen (Marie: „Wir sind die Wenigen“), weil Berlin so ist, wie die Welt in ihren momentanen Verhältnissen ist. Dass die linke Avantgarde auch nicht besser ist, beschreibt Sukov eindrucksvoll – und ausreichend. Was bleibt, ist also nur das Warten auf Ahab. Und auf Marie.”

Marcel Malachowski

 

Und auf der Website des befreundeten Kulturmaschinen-Verlages heißt es: “Sukovs Werk ist im Grundsatz immer politisch. Der Autor selbst lehnt die Idee des Unpolitischen ab. Es gäbe, so Sukov, keine unpolitischen Handlungen. Jede Lebenstätigkeit hat immer auch eine in die Gesellschaft, also die Polis, wirkende Komponente, die Kausalität könne nicht durchbrochen werden. Wer sich also heraushalten wolle, hielte sich gar nicht heraus: Er stütze immer die Verhältnisse, gegen die er nicht antrete. Es ergebe sich zwangsweise eine negative Handlungsperspektive, auch ohne direkte Handlung.” Das gilt ohne Frage auch für seine Gedichte.

Es ist kein Zufall, dass niemand Sukov den ja nicht völlig unverbreiteten Vorwurf macht, seine Lyrik sei prosaisch. Wohl aber wird in seiner Prosa oft das Lyrische gelobt.

Zusätzliche Information

Gewicht 250 kg
Größe 21.5 x 13.5 cm

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